Die Bezeichnung Königstiger fand ihren Ursprung bei den westalliierten Panzersoldaten, die diesen schweren Panzer als erste als King Tiger oder Royal Tiger bezeichneten.
Der Königstiger war der Höhepunkt der Panzerentwicklung Deutschlands während des Zweiten Weltkrieges, wobei sich die Formgebung am Panther orientierte. Projekte wie der Tiger II waren auch Jagdtiger und Maus. Gegenüber dem "Tiger I" wuchsen sowohl die Abmessungen, als auch die Panzerstärken und damit das Gewicht. Das Ergebnis war ein frontal fast unverwundbares Fahrzeug, das allerdings wegen der großen Masse von 68 t relativ langsam war. Mangels besserer Motoren musste der gleiche Motor wie im Panther und im Tiger zum Einsatz kommen. Die 8,8-cm-KwK 43 L/71 war die beste Panzerkanone ihrer Zeit und verlieh dem "Königstiger" eine gewaltige Feuerkraft. Alle feindlichen Panzer konnten frontal auf Entfernungen von 1000 bis 3000 m abgeschossen werden; es gibt Berichte, dass T-34 sogar auf mehr als 4000 m "geknackt" worden sind. Die verstärkte und vor allem günstig abgeschrägte Panzerung des Tiger II ließ sich mit gegnerischen Panzerkanonen nur auf nächste Distanz durchschlagen. Etwa gleichwertig, aber leichter, wäre nur der russische JS-3 gewesen, der aber auf dem europäischen Schlachtfeld nicht mehr zum Einsatz kam.
Insgesamt wurden nur 489 Tiger II produziert, davon erhielten die 50 ersten Exemplare den sogenannten Porscheturm und der Rest den sogenannten Henschelturm. Beide Türme waren von Krupp entwickelt wobei der Henschelturm nicht rechtzeitig produktionsreif war so daß auf den bereits fertigen Porscheturm, entwickelt für den abgelehnten Tiger II Entwurf von Porsche, zurückgegriffen werden musste. Der Schmalturm von Krupp, auch Henschel-Turm bzw Produktionsturm genannt, war im Gegensatz zum sogenannten Porscheturm einfacher und somit preiswerter zu fertigen. Außerdem bestand bei diesem nicht mehr die Gefahr, dass Geschossabpraller - wie beim Porscheturm - die dünne Fahrerdachpanzerung durchschlugen.

Tiger II mit seltenen "Porscheturm"
Quelle: Wikipedia.org